VMT bereitet sich auf mögliches Deutschlandticket vor

  • Ticket kann eingeführt werden, wenn Finanzierung und
    Rahmenbedingungen klar sind
  • Inhaber:innen von VMT-Abos werden ins Deutschlandticket wechseln können

Am 2. November 2022 haben Bund und Länder angekündigt, dass es als Nachfolge für das 9-Euro-Ticket ein ‚Deutschlandticket‘ für 49 Euro geben soll. Dieses Ticket soll als Abo erhältlich sein und zur bundesweiten Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs berechtigen.

Damit es mit dem Deutschlandticket losgehen kann, müssen noch verschiedene Fragen geklärt werden. Insbesondere braucht es noch eine verbindliche Zusage zur vollständigen Übernahme der entstehenden Kosten. Im Beschluss vom 2. November 2022 haben Bund und Länder sich bereits auf die Übernahme von jeweils 1,5 Mrd. Euro geeinigt, womit das Deutschlandticket allerdings nicht dauerhaft finanziert werden kann. In Anbetracht der vielen offenen Fragen und der notwendigen Vorlaufzeiten scheint es indes bereits sicher, dass das Ticket frühestens zum 1. März 2023 eingeführt werden kann.

„Wir freuen uns, wenn wir unseren Fahrgästen bald so ein tolles Angebot machen können. Im Moment bereiten wir alles vor, damit mir schnell starten können, wenn die Finanzierung steht.“ erklärt VMT-Geschäftsführer Christoph Heuing.

Inhaber:innen von VMT-Abos werden rechtzeitig informiert

Viele Details zum Deutschlandticket sind noch unklar. Sicher ist jedoch, dass VMT-Abonnent:innen keinen Nachteil haben werden. Eine Kündigung aktueller Abos ist nicht notwendig. Wir werden rechtzeitig über Möglichkeiten eines Wechsels zum “Deutschlandticket” informieren. Auch wer jetzt noch ein Abo abschließt, wird ohne Nachteile ins “Deutschlandticket” einsteigen können.

Folgende Details sind bisher bekannt:

  • Das „Deutschlandticket“ soll 49 Euro pro Monat kosten und deutschlandweit zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs berechtigen.
  • Das „Deutschlandticket“ soll als personengebundenes Abonnement ausgegeben werden. Es ist damit nicht übertragbar.
  • Es soll keine Mitnahmeregelung gelten, d. h. die Mitnahme von Personen, Fahrrädern oder Hunden sind ausgeschlossen.
  • Das Ticket soll in allen Nahverkehrszügen in der 2. Klasse (z. B. S-Bahnen, RB, RE, IRE), Verkehrsverbünden und teilnehmenden Verkehrsunternehmen (z. B. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen) gelten.

Der Starttermin für das Deutschlandticket ist noch nicht bekannt.

‚Deutschlandticket‘? Ja, aber am besten für alle

Bei aller Vorfreude bleibt es leider dabei, dass nur eine Minderheit der Menschen in Thüringen vom Deutschlandticket profitieren wird. Außerhalb der größeren Städte ist das ÖPNV-Angebot oft so dünn, dass es kaum als Alternative zum eigenen Auto in Frage kommt. Um hier sichtbare Schritte in Richtung Verkehrswende und Klimaschutz zu gehen, sind massive Investitionen in den ÖPNV-Ausbau notwendig. Dazu Christoph Heuing: „Hoffentlich werden bald die Weichen für einen großflächigen Ausbau des ÖPNV gestellt, damit in Zukunft alle Menschen das Deutschlandticket nutzen können.“